Die ehemalige „Mokke“

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Als sie bei einem Honig-Flip saß
Und mich mit großen Augen maß,
Ihr Lächeln schwebt her,
Wenn die Neugier nicht wär‘.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Als ich bei einem Türkischen saß
Und irgendwie das Trinken vergaß,
Und ich streich‘ mir das Kinn
Und mein Lächeln schwebt hin.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In die Mokka-Milch-Eisbar muss man mitternachts geh’n.

Ich zahl‘ – sie zahlt,
Ich geh‘ – sie geht,
Beide gehen wir
Bis zu ihrer Tür.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Mokka-Milch-Eisbar, Mokka-Milch-Eisbar,
Mokka-Milch-Eisbar, Mokka-Milch-Eisbar.

Text: Thomas Natschinski & Gruppe

Grünspan, Hamburg St Pauli

Mitte der 70er Jahre, die ersten Compañeros hatten irgendwie ihre Führerscheinprüfung bestanden, und woher auch immer, standen unserer Clique ruckzuck irgendwelche Fahrzeuge zur Verfügung. Diese neue Mobilität, gepaart mit unserem Erlebnishunger, ließ uns unsere Wochenendaktivitäten oft ins verheißungsvolle Hamburg verlegen. Meistens ging es in den Grünspan, ein zu einer Diskothek umgebautes altes Kino, in dem wir uns bei absolutem Brett-Sound regelmäßig die Nächte um die Ohren schlugen. Morgens schusselten wir dann oft noch auf den Fischmarkt, und ich weiß übrigens bis heute nicht, was wir dort wollten, denn in der Regel waren wir alle nicht nur komplett pleite, sondern auch komplett platt, und jeder wollte sich eigentlich nur noch ablegen. In besagtem Grünspan waren damals nicht nur Musik- und Lichtanlage State of Art, auch die Akustik der Räumlichkeiten mit satten neun Metern Deckenhöhe und eine irre Lightshow „schockten“. Dazu passend hatte der Laden auch noch diese abgefahren poppige Außenfassade. Der Eingangsbereich in der Großen Freiheit 52 und auch die ca. 70 m lange Außenmauer entlang der Simon-von-Utrecht-Straße wurden bereits im Jahre 1968 von Jürgen Klossowski nach Entwürfen der Pop-Art Künstler Dieter Glasmacher und Werner Nöfer kunstvoll gestaltet, damals eine absolute Sensation. Zu meiner großen Freude existiert dieses frühe Mural, zwar verwittert, teiweise abgeblättert und mit Graffiti getagged, heute immer noch, und weckt bei mir schöne und wertvolle Erinnerungen an mein „Coming of Age“ und das „Alles geht“- Lebensgefühl dieser irren 70er Jahre.

Heute vor 50 Jahren

Jim Morrison *8.12.1943 †3.7.1971

„…
No more money, no more fancy dress
This other Kingdom seems by far the best
until its other jaw reveals incest
& loose obedience to a vegetable law

I will not go
Prefer a Feast of Friends
To the Giant Family

Jim Morrison

Heute vor 30 Jahren

Der Gig an diesem Abend rangiert auf einem der ersten Plätze unter meinen persönlichen Top Ten, ein absolutes Erlebnis. Von all den weißen Blues- bzw. Rocksängern, die ich bisher live erleben durfte, hatte Steve Marriott wohl die beste Stimme, und seine energiegeladene Performance war ebenso einzigartig wie sein Gesang. An die Setlist des Abends kann ich mich nur noch sehr vage erinnern, ein bißchen Small Faces und Humble Pie und dazu einige Klassiker von Chuck Berry, Otis Redding, Buddy Guy und Bo Didley, eben alles was Steve Marriott und dem Publikum Spaß machte. Was auch immer er damals spielte, es war einfach nur geil. Leider sollte es mein einziges Konzert mit diesem genialen Musiker bleiben. Tragischerweise starb er nur wenige Monate später bei einem von ihm selbst verursachten Schwelbrand in seinem Landhaus.

Luke †

Luke Skeels *24.10.1963 †26.10.2020

To Luke

„Somewhere out on that horizon
Faraway from the neon sky
I know there must be somethin‘ better
And I can’t stay another night“

These Joe Walsh lyrics are meant for you.
Farewell my friend