Heute vor 50 Jahren

Am Abend dieses denkwürdigen Tages besuchte ich in der Niedersachsenhalle mein erstes Rock-Konzert. An den genauen Set meiner damaligen Lieblingsband Deep Purple, mit Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice in ihrer wohl erfolgreichsten Besetzung, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, nur noch an einzelne Lieder und an das erhabene Gefühl, dieser Konzertabend markiere das Ende meiner Kindheit. Dieser Abend war somit der Auftakt zu ereignisreichen, aufregenden, und auch irritierenden sowie teilweise absolut sinnfreien Jahren, in denen ich in eine imaginäre, in gewisser Weise aber auch identitätsstiftende Szene eintauchte, in der ich mich leidenschaftlich und hedonistisch auslebte. Skurrilerweise und zufällig, endete dann diese mit der Zeit fad gewordene Lebensphase erst gut 20 Jahre später, als ich im Oktober 1993 in Hamburg von gemeinsamen Freunden einigen Mitgliedern, eben dieser, nach vielen Personalwechseln zur 1972er Formation wiedervereinigten Band vorgestellt wurde, und mit ihnen einen wirklich netten privaten Abend verbrachte. Glücklicherweise begann ich damals, meine scheinbar abhandengekommenen kindlichen Wesenszüge wiederzuentdecken und, so hoffe ich, altersadäquat zu rekultivieren!

Kóbor János †

Kóbor János *17.5.1943 †6.12.2021

Gyöngyhajú lány

Egyszer a nap
Úgy elfáradt,
Elaludt mély,
Zöld tó ölén,
Az embereknek
Fájt a sötét,
Ő megsajnált,
Eljött közénk.

Igen, jött egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán,
Így lett a föld, az ég
Zöld meg kék, mint rég,
Igen, jött egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán –

A hajnal kelt,
Ő hazament,
Kék hegy mögé,
Virág közé,
Kis kék elefánt
Mesét mesélt,
Szép gyöngyhaján
Alszik a fény.

Igen, él egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán,
Gyöngyhaj azóta rég
Mély tengerbe ért,
Igen, él egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán –

Mikor nagyon
Egyedül vagy,
Lehull hozzád
Egy kis csillag,
Hófehér gyöngyök
Vezessenek,
Mint jó vándort
Fehér kövek –

Igen, ébredj, gyöngyhajú lány
Álmodtam, vagy igaz talán
Ránk vár gyöngye mögött
Ég és föld között

Igen, hív, egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán,
Rám vár gyöngye mögött,
Ég és föld között,
Igen, hív, egy gyöngyhajú lány,
Álmodtam, vagy igaz talán…

Text: Adamis Anna

Heute vor 40 Jahren

…schloß das Golf-Drouot in Paris seine Tore, und somit war der erste Rockschuppen der französischen Hauptstadt Geschichte. In den Jahren 1980/81 verbrachte ich hier, sowie im Gibus-Club, dem „Le Palace“ und dem „Bain Douches“ viele feuchtfröhliche Nächte, an die ich mich gerne teilweise erinnere. Die Zeit dort verging „wie im Rausch“.

Die ehemalige „Mokke“

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Als sie bei einem Honig-Flip saß
Und mich mit großen Augen maß,
Ihr Lächeln schwebt her,
Wenn die Neugier nicht wär‘.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Als ich bei einem Türkischen saß
Und irgendwie das Trinken vergaß,
Und ich streich‘ mir das Kinn
Und mein Lächeln schwebt hin.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In die Mokka-Milch-Eisbar muss man mitternachts geh’n.

Ich zahl‘ – sie zahlt,
Ich geh‘ – sie geht,
Beide gehen wir
Bis zu ihrer Tür.

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh’n,
In der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh’n.

Mokka-Milch-Eisbar, Mokka-Milch-Eisbar,
Mokka-Milch-Eisbar, Mokka-Milch-Eisbar.

Text: Thomas Natschinski & Gruppe

Grünspan, Hamburg St Pauli

Mitte der 70er Jahre, die ersten Compañeros hatten irgendwie ihre Führerscheinprüfung bestanden, und woher auch immer, standen unserer Clique ruckzuck irgendwelche Fahrzeuge zur Verfügung. Diese neue Mobilität, gepaart mit unserem Erlebnishunger, ließ uns unsere Wochenendaktivitäten oft ins verheißungsvolle Hamburg verlegen. Meistens ging es in den Grünspan, ein zu einer Diskothek umgebautes altes Kino, in dem wir uns bei absolutem Brett-Sound regelmäßig die Nächte um die Ohren schlugen. Morgens schusselten wir dann oft noch auf den Fischmarkt, und ich weiß übrigens bis heute nicht, was wir dort wollten, denn in der Regel waren wir alle nicht nur komplett pleite, sondern auch komplett platt, und jeder wollte sich eigentlich nur noch ablegen. In besagtem Grünspan waren damals nicht nur Musik- und Lichtanlage State of Art, auch die Akustik der Räumlichkeiten mit satten neun Metern Deckenhöhe und eine irre Lightshow „schockten“. Dazu passend hatte der Laden auch noch diese abgefahren poppige Außenfassade. Der Eingangsbereich in der Großen Freiheit 52 und auch die ca. 70 m lange Außenmauer entlang der Simon-von-Utrecht-Straße wurden bereits im Jahre 1968 von Jürgen Klossowski nach Entwürfen der Pop-Art Künstler Dieter Glasmacher und Werner Nöfer kunstvoll gestaltet, damals eine absolute Sensation. Zu meiner großen Freude existiert dieses frühe Mural, zwar verwittert, teiweise abgeblättert und mit Graffiti getagged, heute immer noch, und weckt bei mir schöne und wertvolle Erinnerungen an mein „Coming of Age“ und das „Alles geht“- Lebensgefühl dieser irren 70er Jahre.

Heute vor 50 Jahren

Jim Morrison *8.12.1943 †3.7.1971

„…
No more money, no more fancy dress
This other Kingdom seems by far the best
until its other jaw reveals incest
& loose obedience to a vegetable law

I will not go
Prefer a Feast of Friends
To the Giant Family

Jim Morrison