Räuchermakrele vom Granitblock

Gegessen in meinem Lieblingsrestaurant „Mutter Natur“ Filiale Lensterstrand, 23743 Grömitz.

So, wie man geschaffen wurde, egal ob im Sitzen, Stehen oder Liegen, ohne störende andere Gäste, ohne Wartezeit, Platzierung, Besteck, Etikette oder sonstige Regeln und unnütze Nervereien, bei Sonnenschein und bester Aussicht, an frischer Luft einfach einen leckeren Fisch verdrücken.
Nach der Mahlzeit eine erfrischende Komplettreinigung im Meer, und nach dieser „Anstrengung“, bei einem geruhsamen Schläfchen, die Haut von einer frischen Brise streicheln lassen. Das Optimum!

Top 50 Restaurants weltweit 2021

• Platz 1: Noma (Kopenhagen, Dänemark)
• Platz 2: Geranium (Kopenhagen, Dänemark)
• Platz 3: Asador Etxebarri (Atxondo, Spanien)
• Platz 4: Central (Lima, Peru) | Bestes Restaurant in Südamerika
• Platz 5: Disfrutar (Barcelona, Spanien)
• Platz 6: Frantzén (Stockholm, Schweden)
• Platz 7: Maido (Lima, Peru)
• Platz 8: Odette (Singapur) | Bestes Restaurant in Asien
• Platz 9: Pujol (Mexiko-Stadt, Mexiko) | Bestes Restaurant in Nordamerika
• Platz 10: The Chairman (Hongkong) | Höchster Aufsteiger
• Platz 11: Den (Tokio, Japan)
• Platz 12: Steirereck (Wien, Österreich) | Sonderpreis für Bewirtung
• Platz 13: Don Julio (Buenos Aires, Argentinien)
• Platz 14: Mugaritz (San Sebastian, Spanien)
• Platz 15: Lido 84 (Gardone Riviera, Italien) | Höchster Neueinsteiger
• Platz 16: Elkano (Getaria, Spanien)
• Platz 17: A Casa do Porco (São Paulo, Brasilien)
• Platz 18: Piazza Duomo (Alba, Italien)
• Platz 19: Narisawa (Tokio, Japan)
• Platz 20: DiverXO (Madrid, Spanien)
• Platz 21: Hiša Franko (Kobarid, Slowenien)
• Platz 22: Cosme (New York City)
• Platz 23: Arpège (Paris, Frankreich)
• Platz 24: Septime (Paris, Frankreich)
• Platz 25: White Rabbit (Moskau, Russland)
• Platz 26: Le Calandre (Rubano, Italien)
• Platz 27: Quintonil (Mexiko-Stadt, Mexiko)
• Platz 28: Benu (San Francisco, Kalifornien)
• Platz 29: Reale (Castel di Sangro, Italien)
• Platz 30: Twins Garden (Moskau, Russland)
• Platz 31: Restaurant Tim Raue (Berlin, Deutschland)
• Platz 32: The Clove Club (London, Vereinigtes Königreich)
• Platz 33: Lyle’s (London, Vereinigtes Königreich)
• Platz 34: Burnt Ends (Singapur)
• Platz 35: Ultraviolet (Shanghai, China)
• Platz 36: Hof van Cleve (Kruishoutem, Belgien)
• Platz 37: SingleThread (Healdsburg, Kalifornien)
• Platz 38: Boragó (Santiago, Chile) | Sonderpreis für Nachhaltigkeit
• Platz 39: Florilege (Tokio, Japan)
• Platz 40: Sühring (Bangkok, Thailand)
• Platz 41: Alléno Paris au Pavillon Ledoyen (Paris, Frankreich)
• Platz 42: Belcanto (Lissabon, Portugal)
• Platz 43: Atomix (New York City)
• Platz 44: Le Bernardin (New York City)
• Platz 45: Nobelhart & Schmutzig (Berlin, Deutschland)
• Platz 46: Leo (Bogotá, Kolumbien)
• Platz 47: Maaemo (Oslo, Norwegen)
• Platz 48: Atelier Crenn (San Francisco, Kalifornien)
• Platz 49: Azurmendi (Larrabetzu, Spanien)
• Platz 50: Wolfgat (Paternoster, Südafrika) | Bestes Resturant in Afrika

Kürbisschnitzel

Gegessen im Hofrestaurant „LandWirt“, Groß-Ziethener Weg 2, 16766 Kremmen.

Bereits der Weg zum Restaurant war appetitanregend dekoriert, und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Egal ob mit einem saftigen Stück Fleisch, einem fangfrischen Fisch oder auch bei einem fleischlosen Gericht, schätze ich von jeher regionale und saisonale Speisen. Fleischloses ist ist leider oft fad und fordert meist einen guten Koch. Das hier im „LandWirt“ servierte Kürbisschnitzel bestach durch die Qualität der Zutaten, die zwar einfach aber lecker zubereitet waren, die Stampfkartoffeln waren geschmacklich der Hit. Meine Rückkehr nach Kremmen zur Gänse- und Spargelzeit ist somit vorgemerkt.

Es geht um die Wurst!

Unser vormaliger Häuptling und Wurst-Liebhaber Gerhard Schröder hat sich unlängst sehr verärgert geäußert, nachdem der VW-Konzern, im Rahmen der Fleischlos-Initiative, den mythischen Klassiker „Currywurst“ aus der Werkskantine verbannte. Im wahrsten Sinne der Redewendung geht aber um viel mehr. So äußerte sich der Gesundheits- und Ernährungspsychologe Prof. Dr. Cristoph Klotter von der Hochschule Fulda in einem Interview mit der Welt zur fleischlosen Ernährung, im Besonderen dem ethischen Aspekt des Tierwohls, wie folgt.

Ich persönlich esse eben aus diesem Grund fast nie Fleisch. Ich finde den Trend auch gut, genau darauf zu schauen, was man isst und wo es herkommt. Gerade, wenn man an das Thema Klimawandel denkt, spielt die Ernährung eine große Rolle. Die Frage ist, ob man das wie eine Monstranz vor sich hertragen muss und andere für ihren Fleischkonsum abwertet. Es gibt leider manchmal die Tendenz, dass sozial besser gestellte sich regelrecht über andere Menschen erheben und sich mit Bio-Produkten und veganer Ernährung für moralisch korrekter halten. Hinzu kommt, dass es in dieser Frage auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Oder um es überspitzt zu formulieren: Die Currywurst steht stellvertretend für den alten, weißen Mann.

Diese Meinung teile ich weitesgehend, und möchte alle Food-Dogmatiker auffordern, vor allem dem spalterischen Geschlechterkampf zu entsagen, die oft postulierte bunte Vielfalt doch auch für Andersdenkende zu fordern, und die Umerziehungsinitiativen einzustellen.

Bayrische Surhaxn

Gegessen im Klosterbräustüberl Benediktbeuern, Zeile Weg 2, 83671 Benediktbeuern.

Gelegentlich breche selbst ich mit Traditionen und mache Ausnahmen. Aß ich früher Eisbein ausschließlich bei „Walloschke“, bestelle ich die „Stelzn“ heute auch schon einmal in Altberliner Gaststätten oder wie hier in Benediktbeuern, jeweils nach lokalen Variation zubereitet. Diese Surhaxn war wunderbar zart im Fleisch mit frischer geriebenen Meerrettich anstelle des Mostrichs. Die Soße war fein abgeschmeckt und auch das Sauerkraut war sehr schmackhaft. Die Salzkartoffeln waren in Ordnung, ich hatte allerdings auf Kartoffelknödel gehofft. Trotz der übersichtlichen Portion, alles in allem ein leckeres Gericht, das ich sehr genoß. Die Abteilung feste Nahrung war also im Soll.
Das Bier allerdings, ein normalerweise sehr süffiges Helles Münchner Spaten, war „ernüchternd“. Es kommt eigentlich nie vor, daß ich mein Bier nicht austrinke, meist bestelle ich nach. Das hier ausgeschenkte Gebräu, eine schale Plörre, brachte ich sogar gleich vor Ort weg. Die sehr „humorige“ Gestaltung des Pissoirs, immerhin in einem Klosterbräustüberl, war dann auch das letzte Indiz für touristische Massengastronomie. Echt schade. Übrigens, ich hielt mich nicht an die doch sehr sparwitzigen Vorgaben.

Blaubeerkuchen im Café Sibylle

Gegessen im Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin

Eigentlich habe ich weder einen süßen Zahn noch bin ich der Sproß einer „Kuchenfamilie“. Ich wundere mich also selbst, weshalb ich gelegentlich Appetit auf süße Backwaren habe, und das dann meist auch noch in Berlin. Es muß wohl irgendwie mit der Umgebung zusammenhängen. Anscheinend triggert sowohl die Repräsentationsarchitektur des mondänen Sozialistischen Klassizismus als auch der kalten funktionalistischen Moderne mein kontrastierendes Bedürfnis nach warmer Heimeligkeit, die ich, mir bisher unbewußt, mit Gebäck verbinde. Dabei habe ich dann auch noch ein wirklich glückliches Händchen. Der Blaubeerkuchen war geschmacklich ein Eins plus, ohne Klimbim, einfach und lecker. Das Ambiente im Café Sibylle würde ich auch als „durchaus interessant“ beschreiben.

Erdbeerzeit

Jetzt während der schönen Tage, mit Temperaturen in den hohen Zwanzigern, locken in der Region die Selbstpflückfelder mit ihren leckeren sonnengereiften Früchten. Für ungefähr die Hälfte des üblichen Handelspreises kann man sich zuverlässig die süßesten und aromatischten Erdbeeren in eigener Größensortierung auswählen, wobei natürlich nicht wenige dieser Köstlichkeiten den Weg zur Waage nicht finden, sondern direkt vor Ort im Mund verschwinden. Bei schönstem Sonnenschein an der frischen Luft gepflückt, ein Genuß, an Frische nicht zu überbieten – Erinnerungen an das Paradies.

Wellwurst mit Kraut und Kartoffelstampf

Zubereitet und gegessen in Hannover in meiner heimischen Küche.

Vor dem Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit, auch wenn man wie ich persönlich damit aber auch rein gar nichts am Hut hat, wird hierzulande traditionell noch einmal richtig deftig geschmaust. Sei es die Martinsgans, eine Schlachteplatte, oder wie hier die Wellwürste, die in diese Jahreszeit selbst heutzutage immer noch erhältlich sind. Ich mußte zwar schon ein wenig suchen, und als ich fündig wurde, bedeutete das alleine noch lange keine Schmackhaftigkeitsgarantie, hier hatte ich allerdings Glück mit den Würsten nach einem guten alten Ahrberg Rezept. Den Großteil der Würste verarbeitete ich zu einem sehr leckeren Blunzengröstl, ließ aber doch zumindest einige Blutwürste für die klassische Variante tags darauf übrig. Die Würste wurden dann, wie eigentlich üblich, in heißem Wasser erwärmt und mit den typischen Beilagen, gebratenem Sauerkraut und Kartoffelstampf, genossen. Dazu gab es einen mittelscharfen Senf, der die feinen Aromen der Wurst nicht überdeckte und kühles Pilsner Urquell zum herunterspülen. Simpel, deftig und lecker! Allerdings reifte dann nach zwei Tagen des Wellwurstverzehrs, trotz des Wohlgeschmacks, die Erkenntnis, daß das 40tägige Adventsfasten bestimmt keine schlechte Idee ist. Gelobt sei mir das Fastenbier!

„Es geht um die Wurst“

Bis zur endgültigen Auszählung aller Briefwählerstimmen bleibt der Ausgang der „Presidential Elections“ weiterhin spannend. Sollte das vermeintliche Ergebnis dem bisherigen Amtsträger nicht konvenieren, könnte die ganze Posse auch noch etwas länger dauern, da für diesen Fall juristische Anfechtungen angekündigt sind. Ich habe meine Wahl jedenfalls getroffen und das Ergebnis steht endgültig fest! – Fortsetzung folgt

Komödie oder Tragödie

Dramatisch wird die heutige Präsidentschaftswahl in den USA auf jeden Fall. Während der abendlichen Wahlsendungen werde ich mir, atmosphärisch begleitend, einen Hot Dog reinziehen, bevor mir das Wahlergebnis eventuell endgültig den Appetit darauf verdirbt. Eine neue Sittlichkeit oder eine Katharsis ist, unabhängig vom Ausgang der Wahl, keinesfalls zu erwarten. – Fortsetzung folgt