Himmelfahrt, Anbadetag?

Vielleicht zuhause in der Wanne, aber ansonsten müssen sich die Wasserratten vorerst noch gedulden. Immerhin ist es ab heute, dem 13.05.2021 (Himmelfahrt), wieder möglich im Lister Bad „Individualsport im Freibad“ durchzuführen. Alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Haushaltes kann eine 50-m-Bahn, ein halbes Nichtschwimmerbecken oder ein halbes Sprungbecken für eine Stunde angemietet werden. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, werden nur jeweils vier der acht Bahnen in den 50-m-Becken vermietet

Die Anmeldung für Schwimmzeiten findet telefonisch von Montag – Sonntag von 08:00 – 12:00 Uhr statt. Die Telefonnummer lautet: 0511 168 48265. Doppelstunden dürfen nicht reserviert werden, um möglichst vielen Personen eine Nutzung zu ermöglichen. Es kann max. drei Tage im Voraus gebucht werden.
Solange noch keine Kontaktverfolgung über z. B. die LUCA-App (oder andere technische Möglichkeiten) erfolgen kann, werden die Kontaktdaten schriftlich festgehalten, damit eine Übermittlung an die nach dem Infektionsschutzgesetz zuständige Behörde zeitnah und vollständig möglich wäre. Die schriftlichen Kontaktdaten werden nach einer Aufbewahrungsfrist von drei Wochen automatisch vernichtet. Die Datenerfassung dient nur dem Zweck der Kontaktnachverfolgung bei einem Covid-19-Verdacht.
Folgende Zeitfenster sind buchbar:

Zeitfenster Lister Bad (Einlass immer 5 Minuten eher):
Montag – Freitag:
06:00 – 07:00 Uhr
07:15 – 08:15 Uhr
08:30 – 09:30 Uhr
09:45 – 10:45 Uhr
11:00 – 12:00 Uhr
12:15 – 13:15 Uhr
13:30 – 14:30 Uhr
14:45 – 15:45 Uhr
16:00 – 17:00 Uhr
17:15 – 18:15 Uhr nur Montag, Mittwoch, Freitag
18:30 – 19:30 Uhr nur Montag, Mittwoch, Freitag
19:45 – 20:45 Uhr nur Montag, Mittwoch, Freitag
Am Dienstag und am Donnerstag wird das Bad ab 17:15 Uhr den Schwimmvereinen zur
Verfügung gestellt werden.
Samstag, Sonntag, Feiertag
08:00 – 09:00 Uhr
09:15 – 10:15 Uhr
10:30 – 11:30 Uhr
11:45 – 12:45 Uhr
13:00 – 14:00 Uhr
14:15 – 15:15 Uhr
15:30 – 16:30 Uhr
16:45 – 17:45 Uhr
18:00 – 19:00 Uhr
19:15 – 20:15 Uhr

Angie historisch!

Egal ob das nun Angela Merkels Flucht nach vorne war, oder eine zwingend gebotenene Korrektur, der mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffenen Entscheidung, der menschlichen Größe zu einer solch einmaligen Ansprache zolle ich meinen Respekt.

„Ich habe mich zu diesem kurzen Pressetermin entschlossen, weil ich heute Vormittag entschieden habe, die notwendigen Verordnungen für die am Montag vereinbarte zusätzliche Osterruhe, also die Ruhetage am Gründonnerstag und Karsamstag, nicht auf den Weg zu bringen, sondern sie zu stoppen. Um es klipp und klar zu sagen: Die Idee eines Ostershutdowns war mit bester Absicht entworfen worden, denn wir müssen es unbedingt schaffen, die dritte Welle der Pandemie zu bremsen und umzukehren. Dennoch war die Idee der sogenannten Osterruhe ein Fehler. Sie hatte ihre guten Gründe, war aber in der Kürze der Zeit nicht gut genug umsetzbar, wenn sie überhaupt jemals so umsetzbar ist, dass Aufwand und Nutzen in einem halbwegs vernünftigen Verhältnis stehen.
Viel zu viele Fragen von der Lohnfortzahlung durch die ausgefallenen Arbeitsstunden bis zu der Lage in den Geschäften und Betrieben können, das haben die Beratungen der letzten 24 Stunden gezeigt, jedenfalls in der Kürze der Zeit nicht so gelöst werden, wie es nötig wäre. Und auch um ein Zweites klipp und klar zu sagen: Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler, denn am Ende trage ich für alles die letzte Verantwortung. Qua Amt ist das so, also auch für die am Montag getroffene Entscheidung zur sogenannten Osterruhe.
Das habe ich den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vorhin auch in einer kurzen Videokonferenz erläutert und darüber auch die Vorsitzenden der Fraktionen im Deutschen Bundestag informiert. Und es ist mir wichtig, das auch hier zu sagen: Ein Fehler muss als Fehler benannt werden und vor allem muss er korrigiert werden, und wenn möglich hat das noch rechtzeitig zu geschehen.
Gleichwohl weiß ich natürlich, dass dieser gesamte Vorgang zusätzliche Verunsicherung auslöst. Das bedauere ich zutiefst, und dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung. Diese zusätzliche Verunsicherung bedauere ich umso mehr, als wir uns, dabei bleibt es leider, mitten in der durch die Mutation ausgelösten dritten Welle der Pandemie befinden. Ich danke einmal mehr allen, die mit ihrem Verhalten dazu beitragen, die dritte Welle mit der tödlicheren und ansteckenderen Mutation des Corona-Virus zu bremsen und zu stoppen.
Dazu bietet der Beschluss von Montag auch ohne die sogenannte Osterruhe einen Rahmen: Mit der Notbremse, mit der Möglichkeit von regional zu entscheidenden Ausgangsbegrenzungen und Kontaktbeschränkung, mit dem Ausbau des Testens, natürlich auch mit der immer weiter verstärkenden Impfkampagne.
Am 12. April werden wir die Beratungen fortsetzen, und ich bin zutiefst davon überzeugt: Wir werden das Virus gemeinsam besiegen. Der Weg ist hart und er ist steinig, er ist von Erfolgen, aber auch von Fehlern und Rückschlägen gekennzeichnet. Aber das Virus wird langsam, aber sicher seinen Schrecken verlieren. Und bis dahin setzen wir mit allen Maßnahmen weiter alles daran, dass unser Gesundheitssystem der immensen Belastung standhält und zugleich diese überaus großen Folgen für Wirtschaft, Bildung, Kultur und für unser ganzes Zusammenleben aufgefangen werden.“

Scilla kämpft sich durch

Der anhaltenden Pandemie fällt in diesem Jahr leider auch das traditionelle Scillablütenfest zum Opfer. Die voraussichtlich am nächsten Sonnabend beginnende Hauptblütezeit wird aber bestimmt trotzdem Myriaden von Menschen anlocken, die zu Frühlingsanfang diesen tröstlichen Gruß der Natur genießen wollen. Im Augenblick sind zwar noch nicht die beeindruckend großflächigen Blütenteppiche zu bewundern, doch an einigen Stellen, bevorzugt im Halbschatten, kämpfen sich die zierlichen Blausterne bereits üppig durch den regenfeucht schweren Boden. So erfreue ich mich momentan noch fast alleine der zarten Blüte, solange auf dem Lindener Bergfriedhof noch die sprichwörtliche Ruhe herrscht.

Das Gesicht des Winters

Nachdem nun in den letzten Tagen in fast allen Medien der Weltuntergang angekündigt und den Nachgeborenen richtig Bammel gemacht wurde, kam bei diesem Armageddon einfach ein mittlerer Wintereinbruch früherer Jahre heraus, der medial auch nachträglich noch immer zum chaotisch Katastrophenfall heraufgestuft wird. Vielleicht sollten die Menschen doch langsam einmal anfangen, norddeutscher zu reagieren, und alles etwas unaufgeregter und realistischer zu betrachten, denn Wahrnehmung und Realität sind oftmals Zweierlei. Das würde dann für viele Journalisten allerdings bedeuten, ihr Handwerk neu zu erlernen, weg von eklektischem sensationsgeschwängerten Geschreibsel und tendenziöser Meinungsmache, hin zu seriöser Berichterstattung. Und es war Winter.