Ran an den Kelch!

Aber gerne doch, bedient euch! Mein 20 Jahre alter, winterharter Rosmarin ist (fast) exklusiv für euch vorgesehen. Die wenigen Zweiglein, die ich mir für den jährlichen Osterbraten stibitze, seien mir vergönnt. Ansonsten gereicht es mir zur großen Freude, euch Wildbienen und Hummeln bei eurer Geschäftigkeit zu beobachten, beeindruckt davon, daß ihr euch, anscheinend auf das Wichtige konzentriert, nicht gegenseitig ins Gehege kommt. Geht doch!

Kuckuck, jemand zuhause?

In politischen Kreisen und der Medienwelt würde Alice Schwarzers blödsinniger Spruch normalerweise wohl als „unerträgliche Relativierung eines potentiell tödlichen Virus“ bezeichnet, im psychologischen Sinne ginge die Deutung vermutlich in Richtung „Form einer zwanghafter Persönlichkeitsstörung“. Mir entlockt er nur den in solchen Fällen angemessenen derben Kommentar: „Ar…. of…!“

Gute Freunde?

Als ich neulich dieses Profilfoto bei einem Dating Portal einstellen wollte, bekam ich, von bisher als loyal und wohlwollend eingeschätzten Freunden, viele hämische Kommentare. Auf teilweise wirklich verletzende Art wurde mir unverblümt ins Gesicht gesagt, mein Foto passe nicht zu meinem Text „anschmiegsame, rassige Brasilianerin, 21 Jahre…“ , und ich sollte doch lieber ein adäquates Bild hochladen, selbst wenn es weniger Ähnlichkeiten mit mir aufweisen würde. Das wollen nun gute Freunde sein?

Dichlordiphenyltrichlorethan

Ob in frühester Kindheit über Willy Buschs „Onkel Fritze“ gniggernd, oder später im Biologieuntericht, ausnahmsweise einmal interessiert, den Themen Metamorphose und Tracheenatmung folgend, ist meine damalige Faszination für Maikäfer bis heute ungebrochen. Indes, zu sehen bekam ich einen solchen Käfer, dank der bis in die 70er Jahre großzügigen Verwendung des Insektizids DDT, während meiner gesamten Kindheit nicht. Heute, viele Jahrzehnte später, freue ich mich noch immer, wenn ich einen dieser niedlichen „Schädlinge“ erblicke. Erstens weil es dann langsam aber sicher frühlingt, und zweitens, noch viel wichtiger, weil der Maikäfer auch ein Indikator für das zunehmende Verschwinden aus der Umwelt dieses inzwischen weltweit geächteten Gifts ist. Übrigens, wuchs mein Interesse an der Wissenschaft „Lebenskunde“, einmal dem Schulgenerve aus Langeweile, Maßregelung und Leistungsdruck entledigt, enorm und ist seit langem sehr groß.

Hoffentlich klappt’s nächstes Jahr

Natürlich ist die erneute Absage der „Feria de San Fermin“ alternativlos, aber unabhängig von dem immensen wirtschaftlichen Schaden für die gesamte Region, fühlt es sich für die „Pamploneses“ bestimmt an, als hätte man ihnen das Herz herausgerissen. Wie viele Millionen „Sanfermines“ weltweit, trauere ich mit der Stadt, und hoffe inständig auf das nächste Jahr, und darauf, daß dieses einzigartige Fest seinen Charakter durch die Corona Pandemie nicht für immer verloren hat. „Viva San Fermin, Gora San Fermin“!

Hannovers Kostbarstes

Vor 650 Jahren wurde die Eilenriede den Hannoveraner von den Herzögen Wenzel und Albrecht von Sachsen-Wittenberg geschenkt. Es drängt sich natürlich die Frage auf, wie man etwas verschenken kann, was einem nicht gehört. Statt mich in Eigentumstheorie zu verfransen, genieße ich als eingeborener Hannoveraner einfach meinen „Mitbesitz“ und hoffe, daß dieser wertvollen Schatz den Hannoveraner für immer erhalten bleibt.