Räuchermakrele vom Granitblock

Gegessen in meinem Lieblingsrestaurant „Mutter Natur“ Filiale Lensterstrand, 23743 Grömitz.

So, wie man geschaffen wurde, egal ob im Sitzen, Stehen oder Liegen, ohne störende andere Gäste, ohne Wartezeit, Platzierung, Besteck, Etikette oder sonstige Regeln und unnütze Nervereien, bei Sonnenschein und bester Aussicht, an frischer Luft einfach einen leckeren Fisch verdrücken.
Nach der Mahlzeit eine erfrischende Komplettreinigung im Meer, und nach dieser „Anstrengung“, bei einem geruhsamen Schläfchen, die Haut von einer frischen Brise streicheln lassen. Das Optimum!

Von Clausthal-Zellerfeld nach Osterode

Die gestrige Wanderung von Clausthal-Zellerfeld nach Osterode führte mich zunächst durch ausgedehnte Teichlandschaften mit weitläufig angelegten Verbindungsgräben und alten wasserwirtschaftlichen Bauwerken. Im weiteren Verlauf durch vormals üppige und nunmehr abgestorbene Fichtenwälder hin zu Aussichtspunkten, die einen Überblick über die gewaltigen Umweltzerstörung offenbarten. Der letzte etwas gebirgigere Teil führte erst über den Eisensteinlehrpfad, vorbei an alten Schachtanlagen, und anschließend über alte Versorgungswege zum Zielort Osterode, dem Startpunkt des Harzer Hexenstiegs. Im Einzelnen ging es über die Stationen Oberer – und Mittlerer Pfauenteich, Jägersbleeker Teich, Weppner Hütte, über Roter Handschuh und den Huttaler Graben zur Huttaler Widerwaage, zum Innerstesprung. Von dort über den Bärenbrucher Teich und die Gerhard-Gärtner-Hütte zum Aussichtsturm auf der Kuckholzklippe. Danach über den Eisensteinlehrpfad zur Concordia-Klippe und zum letzten Zwischenhalt am Eselsplatz. Eine nicht sehr anstrengende Wanderung von 25 km Länge bei allerbestem Wetter. Dieser schöne Altweibersommertag war allerdings geprägt von gemischten Gefühlen. Einerseits meine Bewunderung für die einst bei der Erschaffung des Oberharzer Wasserregals erbrachten Ingenieurs- und Arbeitsleistungen, und andererseits Betroffenheit und Abscheu über die im April 1945 während der Todesmärsche verübten menschenverachtenden Greueltaten. Zu schlechter Letzt die Erschütterung über die schlimmen Umweltschäden, denen man nur konsequent mit geeigneten Maßnahmen und mit enormer Schaffenskraft hoffnungsvoll begegnen kann, bevor es endgültig zu spät ist.

Wanderung von Torfhaus nach Elend

Nach einer dreijährigen Abstinenz ging es wieder einmal auf den Blocksberg. Bei diesigem Wetter erfolgte der Aufstieg von Torfhaus über den altbekannten Goetheweg und wird hier deshalb nicht weiter beschrieben, vielleicht nur so viel, man brauchte sich wegen der etwas ungastlichen Witterung den Weg nur mit erfreulich wenigen Wanderern teilen. Auf dem Brockenplateau angekommen, hatten sich allerdings trotzdem viele Touristen eingefunden, die vermutlich mit der Brockenbahn angekommen, oder über Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schirke, oder Ilsenburg aufgestiegen waren. Während man sich bei der Einkehr im Touristensaal des Brockenhauses zur Stärkung am traditionellen Eintopf gütlich tat, klarte es sich draußen etwas auf, und so war schnell der Entschluß gefaßt die Wanderung nicht als Rundwanderung fortzuführen, sondern nach Schirke abzusteigen. Die nun bessere Sicht erwies sich allerdings als wenig erbaulich, da der Weg von dürregeschädigtem Silberwald und großflächigem Kahlschlaghängen gesäumt war. In Schirke eingetroffen, bot sich noch ein Abstecher zu den pittoresk wollsackverwitterten Schnarcherklippen an, die ich vor etlichen Jahren bereits einmal erklettert hatte. Von dort aus ging es dann nach Elend, wo diese Wanderung nach etwas mehr als 20 Kilometern endete. Das Erlebnis dieses schönen Wandertags, wurde dann leider auf dem Rückweg nach Hannover getrübt, da auf der 25 km langen Strecke zwischen Braunlage und Bad Harzburg fast der gesamte Bergwald durchgängig abgestorben ist. Dieser Anblick und die ungeheure Geschwindigkeit, mit der dieser doch noch vor zwei Jahren zwar geschädigte, aber doch noch scheinbar halbwegs intakte Wald verging, hinterließ bei mir einfach nur Bestürzung, Trauer und Sorge, so daß ich hier nur die beiden düsteren Fotos einstellen möchte. Diese katastrophalen Bilder erschüttern mich, und bewirken bei mir ein radikales Umdenken hinsichtlich der gebotenen Rigidität der mehr als dringend erforderlichen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und dem Aufhalten des Klimawandels, bevor der Arsch komplett und endgültig ab ist, denn eigentlich ist es doch schon zehn nach zwölf.

Große Okertalrunde

Das diesjährige Anwanden hatte mir, wie es vorauszusehen war, weiteren Appetit auf das schöne Okertal gemacht. Diesmal startete ich am Okertaler Brunnen und ging den pittoresken Weg entlang der Oker, vorbei an der Adlerklippe, dem „Schlafenden Löwen“ und der Marienwand, Richtung Romkerhalle. Bei meiner ersten Rast, nach bereits nicht einmal zwei Kilometern, ließ ich mir auf der Verlobungsinsel das späte Frühstück schmecken. Frisch gestärk sollte es nun auf die Ahrendsberger Klippen gehen, doch irgendwie schien der Kaffee noch nicht gewirkt zu haben, denn nach ungefähr drei weiteren Kilometern stellte ich mir die Frage, wann denn der rechte Abzweig nach etwa einem Kilometer kommen könnte. Nach kurzem inneren Kampf machte ich also kehrt, und schusselte zurück zum wirklich kaum erkennbar schlecht ausgeschilderten Aufstieg, der, zunächst an einen Rückepfad erinnernd und im weiteren Verlauf verbuscht, in Serpentinen am Berghang emporführte. Mühevoll am Aussichtpunkt angekommen, hatte man einen wirklich lohnenswertenauf Blick auf das Okertal, der mir allerding ob der Kahlschläge und der massiven Dürreschaden des Bergwalds wirklich auf’s Gemüt schlug. Beklommen setzte ich meinen Weg Richtung Waldpädagogigzentrum bis zum Diabaswerk Hunewald Steinbruch fort, wo ich am Abzweig an der Schutzhütte Brockenblick den Weg Richtung Kästeklippe einschlug. Dort angekommen ging es dann über den Treppenstein und die Ziegenrückenklippe talwärts bis zum Waldschlößchen, wo die Wanderung dann nach ca. 24 Kilometern Wegstrecke endete. Dieser eigentlich sehr schöne Wandertag, hinterließ mich ob der massiven Waldschäden sehr bekümmert, und festigte meine Absicht, bei zukünftigen Bergwaldprojekten noch stärker mitzuwirken

Rund um Blankenburg

Eine Tageswanderung bei allerbestem Wanderwetter, die allerdings anders verlief als vorab geplant. Vom Hauptbahnhof Blankenburg gelangte ich recht schnell zum Regenstein mit seiner Burgruine. Die anschließende Suche nach einer Abkürzung zu den Sandhöhlen im Heers kostete allerdings etwas Zeit. Allerdings traf ich so in dem ansonsten sehr touristischen Gebiet auf keinen Menschen und ging querfeldein durch wunderschöne Eichen- und Kiefernwälder entlang eines militärischen Sperrgebiets. Die Sandhöhlen, die angeblich einen alten germanischen Thingplatz säumen, konnte ich, aufgrund der vielen Besucher, leider nicht richtig auf mich wirken lassen. Bald machte ich mich also auf zur Regensteinmühle, einer beeindruckenden Anlage aus dem 12. Jahrhundert. Dem freigelegten Mühlgraben folgend, wurde es dann sehr bald ruhig. Nach einigen Querungen der Bundesstraßen ging es entlang des Goldbachs, anders als ursprünglich vorgesehen, Richtung Kloster Michaelstein. Für eine der dort erhältlichen Forellen blieb leider keine Zeit, denn es lag noch ein langer Weg vor mir. Auf dem Bastweg wanderte ich dann für vielleicht fünf Kilometer beständig aber moderat bergauf, und danach auf den Herzogweg, mit einem kleinen Abstecher zur Ruine Luisenburg auf den Calviusberg, zurück Richtung Blankenburg. Dort angekommen besuchte ich noch die Barocken Gärten und stieg zum Abschluß der Wanderung zum „Großvaterfelsen“ auf den Heidelberg. Für den eigentlich geplanten Weg nach Timmenrode zum „Hamburger Wappen“ blieb leider keine Zeit mehr. Zurück am Bahnhof Blankenburg hatte ich dann 30 Kilometer auf der Uhr, fühlte mich aber ob der schönen Wanderung trotzdem wunderbar entspannt. Eine malerische Landschaft, die zu weiteren Exkursionen einlädt.

Von Hahnenklee nach Schulenberg

Das Sackgassendorf Hahnenklee, ehemalige Bergmannsiedlung und seit Ende des 19. Jahrhunderts Luftkurort, war Ausgangspunkt meiner Wanderung. Der dortige Kur- und Tourismusbetrieb prägte mit dem kitschigen Liebesbankweg auch den ersten Teil der Wanderung. Diese ca. zwei Kilometer ließ ich schnell hinter mir und danach wurde es dann bedeutend ruhiger und auch interessanter. Gesäumt von Stauteichen und Gräben des Oberharzer Wasserregals, verlief der Wanderweg über Auerhahn, Schalker Turm, Lochstein, Festenburg und der Köte am Heidenstieg nach dem zu Clausthal-Zellerfeld gehörigen Schulenberg und dann, in Ermangelung einer zeitnahen Busverbindung, an den Okerstausee, wo mich eine geöffnete Einkehr erwartete. Eine wenig anstrengende Wanderung mit einem tollen Brocken-Panorama und üppig blühenden Magerwiesen am Schalker Turm und einem erfrischenden Trunk an der Hubertusquelle.

Anwandern im Okertal

Letztes Wochenende machte ich mich nach einer gefühlten halben Ewigkeit auf zum diesjährigen Anwandern ins Okertal. Die Wanderung startete in Romkerhalle und führte zunächst entlang der Oker über die Verlobungsinsel zur Marienwand, die Erinnerungen an einstige Kletteraktivitäten wachwerden ließ. Dort war in diesen frühen Morgenstunden noch wenig Betrieb, nur „Das vergessene Wunder“ wurde begangen. Nach einiger Zeit des erinnernden Verweilens, stieg ich an der gegenüberliegenden Uferseite in Richtung Okertaler Klippenstieg auf, folgte dann allerdings keinem der Rundwanderwege.Stattdessen begab ich mich auf meinen persönlichen Memory Lane und steuerte weitere mir altbekannte Kletterfelsen an. Selbst heute noch nach vielen Jahren sind mir die Routen vertraut, und ich erinnere mich genau an einzelne Griffe und lose Bohrhaken. Über den Treppenstein ging es dann weiter zur Kästeklippe, von wo aus ich mich, zwischenzeitig mit einer Brotzeit gestärkt, dann langsam über die Hexenküche, die skurrile Mausefalle und die Feigenbaumklippe wieder an den Abstieg Richtung Romkerhalle machte, wo diese angemessen kurze Wanderung dann wieder endete. Dort schaute ich noch eine Weile einigen Hartgesottenen zu, die sich mit ihren Wildwasserkajaks im kalten Okerwasser vergnügten, und freute mich über einen gelungenen Frühsommertag.

Sehnsuchtsorte

Der Watzmann am Pfingstmontag, noch mit einer Schneekuppe bedeckt, lockte auf eine schöne Hüttentour. Allerdings eröffnen fast alle Hütten die diesjährigen Saison erst ab Anfang Juni. Zudem haben die Bergfexe natürlich bereits jetzt sämtliche Schlafplätze reserviert, und selbst für die Monate Juli und August bleibt nur noch die Hoffnung auf Stornierungen. So lebte ich an diesem Pfingstwochenende meine Wander- und Bergambitionen leider nur lokal aus, und das wohlgemerkt in NIEDERSACHSEN. Wenigstens benötigte ich für die Besteigung des Kronsbergs weder einen Schlafplatz noch eine Höhenanpassung.