Lauterberger Runde

Eine schöne und interessante Wanderung im Südharz, die nach Wiederholung verlangt. Leider stand die Einhorn-Höhle saisonal bedingt nicht zur Besichtigung, und auch der oft gerühmte Brockenblick vom Knollenturm blieb mir witterungsbedingt versagt. Der Weg durch die winterliche Landschaft, ab ca. 500 Höhenmetern in Weiß gehüllt, war geradezu romantisch pittoresk. Gerne wäre ich in das Waldcafé Kupferhütte eingekehrt, und hätte mich dort an den regionalen Wildspezialitäten gelabt. Aus zeitlichen Gründen blieb es dann kulinarisch bei einem leckeren Apfelkuchen in der Waldgaststätte Bismarckturm, bevor die Wanderung mit dem Abstieg nach Bad Lauterberg endete. Noch zu erwähnen sind die an den Dolomitfelsen der Burgruine Scharzfeld befindlichen Sportkletterrouten, die ich aber nicht eingehend begutachtete. Das Wandergebiet ist für das Anwandern im nächsten Frühjahr bereits jetzt vorgemerkt, wenn möglich mit einer Höhlenbesichtigung, oder vielleicht auch mit ein wenig Kletterei.

Rund um Torfhaus

Nach dem vormals in der Zeit von 1795 bis 1805 gebräuchlichen Französischen Revolutionskalender, fiel dieser Wandertag auf den Primidi Frimaire, und bezüglich der Witterung war diese Bezeichnung, geradezu prophetisch. An diesem heuer ersten winterlichen Tag dominierten zu Beginn noch die Ausläufer des ehemaligen Vormonats Brumaire, doch schon recht bald sollte es aufklaren. Eine herrliche Wanderung in kühler frischer Luft, mit tollen Impressionen. Auf die in morgendlichen Nebel gehüllte Berglandschaft folgten, der auf den Gräsern in der Sonne glitzernden Raureif, der lärmenden Zug der Kraniche, und später am Nachmittag ein toller Brockenblick und das Licht- und Schattenspiel der Bäume in der untergehenden Sonne.

Von Laddeken nach Seesen

Eine völlig andere Anmutung als im „Goldenen Oktober“ bietet der Harz im November, und eigentlich werden die Impressionen, nebulös und mystisch, dem Harz sogar eher gerecht. So ergab sich eine interessante und allemal lohnende Wanderung, wohl bei norddeutschem Knochenwetter, aber der Bengel muß ja schließlich an die frische Luft.