Wanderung von Torfhaus nach Elend

Nach einer dreijährigen Abstinenz ging es wieder einmal auf den Blocksberg. Bei diesigem Wetter erfolgte der Aufstieg von Torfhaus über den altbekannten Goetheweg und wird hier deshalb nicht weiter beschrieben, vielleicht nur so viel, man brauchte sich wegen der etwas ungastlichen Witterung den Weg nur mit erfreulich wenigen Wanderern teilen. Auf dem Brockenplateau angekommen, hatten sich allerdings trotzdem viele Touristen eingefunden, die vermutlich mit der Brockenbahn angekommen, oder über Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schirke, oder Ilsenburg aufgestiegen waren. Während man sich bei der Einkehr im Touristensaal des Brockenhauses zur Stärkung am traditionellen Eintopf gütlich tat, klarte es sich draußen etwas auf, und so war schnell der Entschluß gefaßt die Wanderung nicht als Rundwanderung fortzuführen, sondern nach Schirke abzusteigen. Die nun bessere Sicht erwies sich allerdings als wenig erbaulich, da der Weg von dürregeschädigtem Silberwald und großflächigem Kahlschlaghängen gesäumt war. In Schirke eingetroffen, bot sich noch ein Abstecher zu den pittoresk wollsackverwitterten Schnarcherklippen an, die ich vor etlichen Jahren bereits einmal erklettert hatte. Von dort aus ging es dann nach Elend, wo diese Wanderung nach etwas mehr als 20 Kilometern endete. Das Erlebnis dieses schönen Wandertags, wurde dann leider auf dem Rückweg nach Hannover getrübt, da auf der 25 km langen Strecke zwischen Braunlage und Bad Harzburg fast der gesamte Bergwald durchgängig abgestorben ist. Dieser Anblick und die ungeheure Geschwindigkeit, mit der dieser doch noch vor zwei Jahren zwar geschädigte, aber doch noch scheinbar halbwegs intakte Wald verging, hinterließ bei mir einfach nur Bestürzung, Trauer und Sorge, so daß ich hier nur die beiden düsteren Fotos einstellen möchte. Diese katastrophalen Bilder erschüttern mich, und bewirken bei mir ein radikales Umdenken hinsichtlich der gebotenen Rigidität der mehr als dringend erforderlichen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und dem Aufhalten des Klimawandels, bevor der Arsch komplett und endgültig ab ist, denn eigentlich ist es doch schon zehn nach zwölf.