Von Clausthal-Zellerfeld nach Osterode

Die gestrige Wanderung von Clausthal-Zellerfeld nach Osterode führte mich zunächst durch ausgedehnte Teichlandschaften mit weitläufig angelegten Verbindungsgräben und alten wasserwirtschaftlichen Bauwerken. Im weiteren Verlauf durch vormals üppige und nunmehr abgestorbene Fichtenwälder hin zu Aussichtspunkten, die einen Überblick über die gewaltigen Umweltzerstörung offenbarten. Der letzte etwas gebirgigere Teil führte erst über den Eisensteinlehrpfad, vorbei an alten Schachtanlagen, und anschließend über alte Versorgungswege zum Zielort Osterode, dem Startpunkt des Harzer Hexenstiegs. Im Einzelnen ging es über die Stationen Oberer – und Mittlerer Pfauenteich, Jägersbleeker Teich, Weppner Hütte, über Roter Handschuh und den Huttaler Graben zur Huttaler Widerwaage, zum Innerstesprung. Von dort über den Bärenbrucher Teich und die Gerhard-Gärtner-Hütte zum Aussichtsturm auf der Kuckholzklippe. Danach über den Eisensteinlehrpfad zur Concordia-Klippe und zum letzten Zwischenhalt am Eselsplatz. Eine nicht sehr anstrengende Wanderung von 25 km Länge bei allerbestem Wetter. Dieser schöne Altweibersommertag war allerdings geprägt von gemischten Gefühlen. Einerseits meine Bewunderung für die einst bei der Erschaffung des Oberharzer Wasserregals erbrachten Ingenieurs- und Arbeitsleistungen, und andererseits Betroffenheit und Abscheu über die im April 1945 während der Todesmärsche verübten menschenverachtenden Greueltaten. Zu schlechter Letzt die Erschütterung über die schlimmen Umweltschäden, denen man nur konsequent mit geeigneten Maßnahmen und mit enormer Schaffenskraft hoffnungsvoll begegnen kann, bevor es endgültig zu spät ist.