Stammlokale, …alt und neu

Barcelona

Das Gelida ist eigentlich mein Stammlokal in Barcelona. Hier wird katalanische Hausmannskost zu günstigen Preisen angeboten, die Wirtsleute sind freundlich und das Publikum ist unprätentiös. Wie in jeder Bodega bekommt man hier natürlich auch Wein vom Faß.
Wann immer ich mich in Gràcia auf der Plaça del Sol herumdrücke ist ein späterer Abstecher ins Quimet Pflicht. In dieser kleinen Bodega fühle ich mich herrlich entspannt, eine dieser Örtlichkeiten an denen einfach alles stimmt. Speisen und Getränke, die Wirtsleute, das Publikum, das mir in vielen Läden oftmals auf den Wecker geht, und selbst die Anzahl der Tische und die Art sie zu stellen, alles übersichtlich und harmonisch, einfach alles prima.
Wenn es dann richtig günstig werden soll, und auch noch rumpelig dazu, muß man ins Romesco gehen. Auch hier ist katalanische Hausmannskost erhältlich, sogar die wirklich exotische. Hoffentlich noch recht lange.
Diese kleine Stehbar in Poble Sec ist für mich das Non plus ultra für Tapas und Montaditos, und auch Liebhaber eines guten Schluckes müssen hier nicht darben. Man ist hier wirklich gut sortiert. Leider ist der Laden sehr klein und sehr sehr beliebt, also mit langen Wartezeiten ist zu rechnen.
In Barcelonas Poble Sec, abseits des großen Tourismusrummels, kann man hier in der rustikalen Taverna La Tomaquera mit den „Locals“ authentische, katalanische Küche genießen. Vor dem Bestellen sollte man unbedingt einen Blick auf die Nebentische werfen, um die unbekannten Spezialitäten auf gar keinen Fall zu verpassen. Der Hauswein ist wirklich Granate! Kartenzahlung und Reservierung sind nicht möglich

Berchtesgadener Land

Etwas abgelegen vom Touri-Getümmel, kredenzt man hier schmackhafte Wildspezialitäten und regionale Küche. Nach einer Übernachtung in einem der erstklassigen Zimmer gibt’s ein ebenfalls spitzenmäßiges Frühstück. Als Gratiszugabe: Ein Wahnsinnspanorama!
Der schattige Biergarten mit Blick auf den Hohen Goll ist der absolute Hammer, einfach nur geil. Wenn ich gelegentlich in einem der recht einfachen Zimmer nächtige, freue mich auf das außergewöhliche und umfangreiche Frühstücksangebot.
In diesem Biergarten, oberhalb Ramsaus, hat man wirklich ein Wahnsinnspanorama. Die Speisen sind lecker, und die Portionen lassen nicht darben, eben bayrisch.

Berlin

Das „M“ frequentierte ich schon 1979 als es noch Café Mitropa hieß. Hier verkehrte die „Kreative Subkultur“ und der Laden war echt angesagt. In Schöneberg für mich immer noch eine Adresse.
Nachdem man hier das Frühstück eingeworfen hat, kann man im Biergarten auch gut für den Rest des Tages versacken!
Früher mußte man nach Kreuzberg zum Mehringdamm schusseln. Heute kann man sich die Currywurst auch direkt am Bahnhof Zoo reinschrauben, und das fast rund um die Uhr.
Das Tian Fu wurde mir von Olivier empfohlen, mit dem ein Restaurantbesuch, wie er selbst einräumt, normalerweise keine Freude ist. Ich gebe diese Empfehlung ohne Einschränkung weiter. Bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis erwartet Dich eine ausgezeichnete Szechuan-Küche, einfallsreich, frisch und gekonnt zubereitet.
In Friedenau eine echte Adresse für Kaffee und Kuchen, und selbst wenn man normalerweise keinen süßen Zahn hat, sollte man die Kuchen probieren. Das Lehmbrucks bot bis vor kurzem auch ein Zimmer an, in dem man für kleines Geld übernachten konnte.
In der Schildkröte gibts es noch original Berliner Küche. Die regionalen Klassiker ziehen sowohl Touristen als auch Einheimische jedweder Couleur an. Hier trifft man wirklich alles, vom Kieznachbarn bis zum Promi. Den Ton gibt auf jeden Fall die Bedienung an, die alles fest im Griff hat. Es schmeckt und macht Spaß!
Stammladen? Ick weeß nich, ob das hier die richtige Kategorie ist. Tatsache ist, ich schaue immer mal wieder vorbei und versuche mich in diesem urigen Laden wohlzufühlen und das ist mir auch schon einige Male fast gelungen. Oft wurde ich aber auch mit ziemlich kalter Schulter bedient, gelegentlich auch schon einmal abgewiesen. Ruhm zählt, selbst wenn der Laden leer ist. Trotz alledem ein geiler Laden, aber …die Buletten sind überbewertet.
P.S. Einige Bedienungen sind aber auch wirklich ganz nett!
Kult-Imbiß. Schon zu DDR-Zeiten ging ich bei meinen Ost-Berlin Trips kurz bei Konnopkes vorbei, um mir eine Currywurst zu genehmigen. Ansonsten erhält man genießbare Currywürste auch noch bei „Curry 36“ auf dem Mehringdamm oder am Banhof Zoo, „Bier’s 195“ auf dem Kudamm, „Zur Bratpfanne“ auf der Schloßstraße und natürlich „Bier’s Mini 7“ in der Kantstraße.
Zur Wendezeit war ich das erste Mal in diesem Laden, damals noch eine HO-Gaststätte, die bald darauf privatisiert wurde. Hier schaue ich immer mal wieder herein, wenn ich einen Japp auf deftige original Berliner Küche habe. Inzwischen hat sich das Publikum mit allerlei Touristen „angereichert“, glücklicherweise ist die Speisekarte gleich geblieben.
Im Pratergarten Biere zischen, Prater Pils, Hell oder Schwarz, einfach geil!
Eine der letzten echten Ost-Berliner Eckkneipen. Hingehen!
Jazzladen mit Live-Musik. Ein urig gemütlicher Laden in den man auf diesem ansonsten so hippen Scheunenviertel noch gehen kann, ohne über zu viele Touries (wie mich) zu stolpern.
Schön rumpelig und gemütlich. Das Fressi ist lecker, das Publikum jung. Eine der Adressen bei denen ich während meiner Exkursionen immer wieder gerne einkehre, um mich aufzuwärmen, und die mir im hippen Prenzlberg nicht zu chic ist.
Dieser urige Ladern im Pankower Flora-Kiez ist eine der Kneipe, in der ich mich auf Anhieb wohlfühlte. Hier findet man süffige tschechische Biere zu vernüftigen Preisen, einen freundlichenn Wirt und zutrauliches Publikum.
In dieser Schlachterei in Rixdorf bekommt man eine wirklich meisterhafte Blutwurst aus eigener Herstellung. Das Gute, man kann sie auch direkt vor Ort mit den üblichen Beilagen essen. „Boudin noir à la compétition“, und das auch noch für kleines Geld.

Biarritz

Seit dem 8. Juni 2018 kann man nun auch in der Markthalle von Biarritz Austern bei „Chez Jerôme“ verkosten, jetzt auch gemütlich an kleinen Tischchen sitzend. Der Stand wurde vorher über Jahrzehnte von „Lagache“ betrieben.
In den 80er Jahren, als noch die Marktleute in der Bar Jean ihre Pause verbrachten, nahm ich mit Freunden oft ein Glas… oft auch zwei! Seit sich der Laden zu einer eine hippen edlen Institution gewandelt hat, kehre ich nur noch äußerst selten ein.

Budapest

Dieser Imbiß ist wirklich unbeschreiblich gut. Für Fleischfreund einfach nur das Paradies.

Carlsbad CA

Vor oder nach einem großen Surf Tag in Tamarack Beach kann man hier mit einen wirklich guten Kaffee (ist ja in USA echt nicht die Regel) Power tanken. Jault der Magen, gibt es auch wohlschmeckendes Gebäck, das man in relaxter Atmosphäre auf der Terasse genießen kann.
Knurrt am Strand der Magen oder beim Surfen läßt die Kraft nach, kann man schnell einmal nach oben schusseln, um sich hier mit Fisch & Co. zu stärken, und kann dabei von der Terrasse aus auch den Swell im Blick behalten. Zum Dinner gibt’s auch noch geile Sonnenuntergänge gratis.

Cornudella de Montsant

Im Hinterland Tarragonas, das Tor zum Priorat. Unbedingt besuchen!!!

Donostia – San Sebastian

Die „Aralar Taberna“ findet man in der Regel nicht in Ratings der besten Pintxo Bars Donostias. Das heißt allerdings nichts anderes, als daß man sich hier in der Siesta in aller Ruhe, ohne den üblichen Touristenrummel, an den excellenten Pintxos laben kann. Mein Laden im Parte Viejo!

Essen

Die Ampütte ist Kult. Rustikal und urig und gnadenlos in einer anderen Zeit hängengeblieben. Zum Glück!
Mörchens Eis ist eine Essener Institution!
Nur in Moskau und in Italien habe ich ähnlich leckeres Speiseeis bekommen. Die Schlangen vor dem Laden sprechen für sich. Einfach geil!

Fascinas

In der kleinen Ortschaft Fascinas, ca. 20 Km nordwestlich Tarifas, habe ich das absolut beste „Chuletón de ternera brava“ aller Zeiten gegessen. Auf einem heißen Stein gebraten und serviert, eine Delikatesse!

Frankfurt am Main

Auf dem Frankfurter Bahnhofskiez, zwischen Rotlicht und Casinos, gibt es hier richtig gute Würste.
Nach dem ersten 9er versteht man die Einheimischen schon etwas besser. Für „Grie Soß“ braucht man mindestens einen weiteren Bembel!
Deftige regionale Küche ohne Makel. Dazu wird ein wohlschmeckender Schoppen serviert. Auch hier sind Touristen eher in der Minderheit.
Wie nebenan ist auch hier alles schmackhaft und der Laden ist urgemütlich. Ob man sich von hier zur Germania durchschlägt, oder die umgekehrte Richtung wählt: Das Ergebnis ist gleich.

Gratallops

Absolut solide Hausmannskost. Es mag in der Gegend einige Restraurants mit raffinierteren Speisen geben, aber die urige Atmosphäre, frei von Modernität, gefällt mir. Mit dem regionalen Wein kann man hier absolut nichts verkehrt machen.

Grömitz

Den Laden Kenne ich jetzt schon seit 60 Jahren, und wenn ich mich recht entsinne, habe ich hier vor Urzeiten das allererste Mal Pommes Frites gegessen. Kulinarisch geht es hier brutal norddeutsch zu …es lebe der Fisch!

Hamburg

Mittendrin in der Action, deshalb steige ich in diesem Kiezhotel immer wieder gerne ab. Inzwischen wurde das Monopol leider modernisiert, und es fehlt ein wenig die alte Patina.
Da ich direkt in der Straße wohnte und die Öffnungszeiten meinem damaligen Lebensstil entsprach, war Erika’s Eck eines meiner Stammlokale. Schlachthofpersonal, Taxifahrer, Nachtschwärmer, Halbwelt, hier drückte sich wirklich alles herum. Ab und an wurde es auch mal hitzig, aber das gehört in St. Pauli Nord eben dazu. Die Nähe zum Schlachthof läßt es schon erraten: „Nicht unbedingt für Vegetarier“. Ultrafrische Fleischspeisen, riesige Portionen zu gute Preisen.
Der Elbschloßkeller ist wirklich eine Klasse für sich. In der Kategorie „kaputte Absturzkneipen“ ist diese Kaschemme eigentlich nicht mehr zu toppen. Vor der Schließung kam eventuell noch das „Columbus“ in Hannover in gleiche Regionen, und heute vielleicht noch das „Moseleck“ im Frankfurter Bahnhofsviertel. Irgendwie wie im Film, ist man zeitgleich auch Teil des skurrilen Geschehens. Der „Keller“ ist kaum treffend zu beschreiben.
Zur Strandperle habe ich eigentlich ein gespaltenes Verhältnis. Während eines Spaziergangs am Elbestrand eine super Einkehr, pittoresk mit echter „Hamburger Romantik“. Mich nervt andererseits oft das allzuschicke Publikum. Absolut geil, wenn leer!

Hannover

Im „Rias“, angesiedelt im historischen Ahrbergviertel, genießt man günstig galizische Küche, Weine und vor allem… …die Atmosphäre
Das ältestes tschechisches Restaurant Hannovers, lange Jahre mit Urbesetzung. Früher wuppten zwei alte Kellner den Laden freundlich routiniert mit aufmerksamem Blick. „Deftiges“ in seit Jahren gleichbleibender Qualität und dazu Pilsener Urquell vom Faß.
Der Laden hat eine lange Tradition! In den 80ern, damals noch „Pasta Basta“, war diese Location mein zweites Zuhause. Nach dem Intermezzo „Härke Eck“, konnte man bei Ekkehard, auf Hannovers geilster Terrasse oder im Laden, Deftiges schlemmen. Anfang 2017 gab Ekki 51% des Ladens ab, und leider merkte man recht bald, daß die neuen Besitzer nicht aus der Gastronomie kamen. Inzwischen hat sich das aber eingespielt, auch weil Ekkehard da wohl, sowohl beim Küchenpersonal als auch beim Service, rechtzeitig ein wenig intervenierte.
Das Auge im Sturm! Im heute türkisch und arabisch  geprägten Steintorviertel gibt es hier noch „Schweinisches“. Spezialität: Eisbein mit Sauerkraut! Das schob sich hier vor nun mehr 40 Jahren ein gewisser Lionel Hampton rein, und würdigte das Gericht im Anschluß mit der Komposition „Eisbein-Boogie“. Die Theke ist noch original 50er Jahre Design. Hier zweimal jährlich Eisbein zu essen, ist für mich Pflicht!
Jan und Claudia betreiben den Wolf jetzt schon seit über 20 Jahren, und irgendwie hat man das Gefühl, er existierte schon immer.. eine echte Institution. Das Publikum vielleicht ein bißchen zu viel „Linden“, aber die gute thailändische Küche und der „Strong Bow Cider“ vom Faß entschädigen. Das Wichtigste waren für mich allerdings die „böse Wolf T-Shirts“, die ich inzwischen seit Jahrzehnten trage, und die leider nicht mehr erhältlich sind. Ich liebe den Schriftzug!
Das Update vom 30.11.2019
Leider ist die Thai-Küche ab morgen Geschichte. Jan erzählte mir allerdings, die T-Shirts sollen im nächsten Jahr wiederkommen!
Ich mochte das Dornröschen schon als lüttes Kind. Das älteste Freiluftlokal Hannovers hat seit Pfingsten 2018 seine Tore wieder geöffnet. Nach dem Tod Christa Reinhards, die das Dornröschen 60 Jahre lang betrieben hatte, stand der Laden drei Jahre leer. Ich hoffe diese geile tradionelle Location wird weiterhin in Christas Sinn betrieben und läuft gut an.
Seit bald 90 Jahren gibt es bei Panciera hausgemachtes Eis. Auf der Terrasse, egal, ob nach dem Schwimmen in der Abendsonne oder vormittags mit Zeitung oder Buch, genieße ich „mein Rezept“, ein Spaghettieis und danach ein Espresso.
Das Tai-Pai ist Hannovers ältestes China-Restaurant, trotzdem schmeckt das Essen nach wie vor frisch. Die anderen alten Innenstadt-Chinesen, das Canton in der Cellerstraße, das Lotos in der Georgstraße und der Mandarin-Pavillon in der Marktstraße, die in den 60er Jahren noch als exotische Restaurants empfunden wurden, haben seit langer Zeit die Pforten geschlossen. Es bleibt einzig das Tai-Pai – einfach ein Traditionsladen.
Ente, Ente, Ente!!!
Die Spezialität, das Peking-Enten Menü, muß man nicht vorbestellen, aber auch die anderen Speisen sind wohlschmeckend und ohne Glutamat zubereitet. Die Einrichtung und Service sind zum „Wohlfühlen“.
Seit vielen Jahren bin ich allmonatlich mit meiner Mutter in diesem Laden, und immer lautet die Bestellung: Ente Szechuan Art und Ente Chop Suey, dazu eine große Kanne grünen Tee. Mit diesem einfachen aber schmackhaften Essen pflegen wir eine schöne Tradition.
Wann immer es mich nach traditioneller englischer Küche gelüstet, ist hier der richtige Ort. Im Kreuzgewölbekeller des Europahauses ist das „Jack the Ripper’s London Tavern“ auch absolut richtig angesiedelt. Die unaffektierte Atmosphäre macht den Laden auch wirklich heimelig, so daß man eventuell besser einen Tisch reserviert, denn es wird gewöhnlich voll.
Willst Du in Hannover Kakao trinken, ist die Holländische Kakaostube die erste Adresse! Zu Weihnachten steht man hier Schlange nach dem einzigartigen Baumkuchen. Für das Auge: Ältere Frauen, die sich wie früher, mit Hut auf dem Kopf, „Ragout Fin in der Königinpastete“ reinschrauben.

Hermigua – La Gomera

Macondo ist nicht nur in García Márquez „Hundert Jahre Einsamkeit“ zu finden, sondern eben auch hier an der Playa de la Caleta auf La Gomera. Das Panorama sucht seinesgleichen, die Eintöpfe, der Fisch und die gekühlten Weißweine sind schlichtweg großartig!

Inning am Ammersee

Der Biergarten ist Wahnsinn! Unter Kastanien, mit dem unglaublichen Alpenpanorama, direkt am Ufer des Ammersees sitzend, eine Maß Hacker-Pschorr zu zischen, ist nur sehr schwer zu toppen.

Iruña Pamplona

Ich erinnere mich gut. Als ich bei meiner ersten Fiesta in Pamplona das Café Iruña betrat, war ich durch das sich mir bietende Bild zutiefst verunsichert. Einerseits ein Prunk wie im Leningrader Winterpalais, andererseits eine trunken wilde Horde tanzender San Fermines jeden Alters in rotweindurchtränkter Einheitskleidung. Als ich den ersten Schock überwunden hatte, stellte sich mir die Frage, ob ich mir hier auch nur ein Glas Wasser leisten könne. Heute, viele viele Jahre später, schätze ich die angenehm gediegene aber keineswegs von Überheblichkeit oder Grandezza geprägte Atmosphäre, und genieße die Speisen und Getränke zu unvermutet moderaten Preisen. Unbedingt die Pintxos probieren!
Im Askartza wird rustikale baskische Hausmannskost serviert. Selbst während der Sanfermines bekommt man kaum Touristen zu Gesicht, hier ist alles in baskischer Hand. Ich wurde vor Jahren von Brigitte, einer baskischen Freundin, eingeführt, und genieße seitdem bei meinen Aufenthalten in Pamplona die hervoragend deftige Gerichte zu moderatem Preisen, allem voran die saftigen Txuletòns.
Während der Fiesta kann man im Caballo Blanco gut für einige Drinks einkehren und so dem Trubel ein wenig entkommen. Der Mirador ist für mich dann immer das Auge im Sturm.

Košice

Haluschken klassisch und in mehreren Variationen oder auch Pirogen. Für mich der Tempel der Glückseligkeit mitten in Košices Altstadt.

Kraków

Das Propaganda ist mein „Local Watering Hole“ in Kazimierz, rumpelig gemütlich, und nicht affektiert. Hier fühle mich wirklich entspannt, aber vielleicht liegt das auch am tschechischen Bier, das hier gezapft wird. Polnische Biere gibt es nur aus Flaschen.

Lagos

Die Cervejaria Abrigo, auch das „Orangen Café“ genannt, ist nach wie vor einer meiner Lieblingsplätze in Lagos. Im berüchtigten Jahr „1984“ bekämpften wir hier morgens immer mit einigen Galões unseren Kater. Unsere Abende begannen ebenfalls hier mit einigen eiskalten „Sagres“. Die schön schattige Terrasse war aber auch tagsüber allgemeiner Treffpunkt der Nachtschwärmer. Bei all meinen romantischen Erinnerungen frage ich mich, ob ich hier jemals etwas gegessen habe?

Las Palmas de Gran Canaria

Kanarische Hausmannskost zu günstigen Preisen. Meine Futterkrippe in Las Palmas !

Leipzig

Trotz der Touri-Dichte kehre ich hier bei meinen Leipzig-Besuchen immer wieder gerne ein. Deftige Speisen und das gute Auerbachsche Schwarzbier in historischer Atmosphäre. Immer gut, die geschmeltzte Leipziger Kartoffelsuppe und die Rindsroulade.

Montauk NY

Bin ich in Montauk, kehre ich eigentlich immer auf ein paar Steamers und einige Biere in Gosman’s Clam Bar ein. Einfach Tradition!
Auf der Terasse „Clams on the Half Shell“ mit einigen Bieren herunterspülen und dabei das Treiben in der Marina verfolgen. Entspannung pur!

München

Wie der Name schon sagt, wird in diesem Biergarten Augustiner Edelstoff gezapft, ein Wahnsinns-Bier. Im Selbstbedienungsbereich kann man sich auch gerne die eigene Brotzeit reinschrauben, wie in bayerischen Biergärten üblich.
In einem der von mir so sehr geliebten Nachkriegsflachbauten bekommt man hier „Deftiges“. Am besten ein knuspriges Brathendl und dazu natürlich ein frisches Augustiner Helles.
Mit neuem Namen versehen ist das ehemalige „Weisses Bräuhaus“ für mich Münchens erste Adresse für Kronfleischküche. Wie der Name schon sagt, wird hier „Schneider Weisse“ ausgeschenkt, man kann sich aber auch an „Tegernseer Hellem“ gütlich tun.
Im Schelling-Salon verkehrt seit Urzeiten, genau gesagt seit 1872, alles was in München berühmt und berüchtigt ist, aber eben auch Normalos. Hier gibt es Deftiges in uriger Atmosphäre, und das zu zivilen Preisen.
Früher ein altes Tramhäuschen, heute eine Mischung aus uriger Boazn und Indie-Café. Schwer zu beschreiben, aber irgendwie geil. Einfach hingehen und ein Gustl trinken!
In der Rheinfalz geht’s gemütlich zu. Eine urige Holzkneipe ohne Allüren, München wie in den 70er Jahren. Heutzuztage, auch anderswo, nur noch sehr selten zu finden.

New Orleans LA

Zuverlässige Adresse für Bier-Liebhaber und Fans von schmackhaftem, regionalem Essen. Zu Mardi Gras wird es eng!!!

Oceanside CA

Das 101 Cafe ist ein Laden wie das Mel’s Drive-In aus dem Film „American Graffity“, Amerkanische Küche in genießbar. Das Inventar ist original, man fühlt sich zurückkatapultiert in die 50er. Bei jedem Aufenthalt in Oceanside ein Muss.

Pilsen

Das älteste Restaurant Pilsens ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem ungefiltertes, unpasteurisiertes Pilsener Bier gezapft wird. Diese Delikatesse kann man zu bester böhmischer Küche genießen. Nachtrag: Seit 2015 ist unpasteurisiertes Pilsener Urquell, als sogenanntes Tankbier, zunehmend und unter anderem auch in Deutschland erhältlich.

Prag

Anscheinend seit Jahrzehnten ein Geheimtip, habe ich diesen Laden zufällig und leider erst im Jahr 2018 entdeckt. Das „U vystřelenýho oka“ wäre auch in jeder anderen Stadt meine Stammkneipe.
Hier wird Bier getrunken.- Kein Wein, kein Wasser, keine Apfelschorle, keine Bionade oder ähnlicher Trend-Quatsch. Aber jeder, der hier kein Bier trinkt (ausser Kinder), ist selbst schuld, denn das Bier ist mit einer traditionellen Zapfanlage wirklich hervorragend gezapft und schmeckt wunderbar.
Auch hier braucht man nicht darben. Nach dem fünften Pilsener Urquell wird man von den Stammgästen ernst genommen, sie werden freundlich und interessiert und verstehen plötzlich auch deutsch. Es gibt auch leckere Schmankerl. Zu empfehlen ist das Tatarský Biftek!!
Der Reduta Jazz Club ist einfach ein Klassiker. Das sparsame Interieur, die intime Atmosphäre, die Akkustik und auch die Acts, alles so, wie man es sich wünscht.
Im Branický Sklípek trifft man fast ausschließlich einheimisches Publikum, und so herrscht ein dementsprechend rauher Umgangston. Es wird „Braník Bier“ gezapft und schmackhafte authentisch böhmische Küche serviert. Hier bekommt man auch meine geliebten slowakischen „Bryndzové Halušzky“.
Das Hotel Viktor ist inzwischen mein Zuhause in Žižkov. In der Brauereigaststätte oder dem Restaurant bin ich so gut wie nie anzutreffen, dafür aber um so öfter vis à vis im „U vystřelenýho oka“. Abseits der Touristenströme, für mich, schlichtweg die perfekte Lage.

Puerto de la Cruz-Teneriffa

Auf Teneriffa, am alten Hafen von Puerto de La Cruz befindet sich diese pittoreske Bar. Hier bekommt man neben den üblichgen Tapas immer frischen Fisch und kanarische Hausmannskost zu guten Preisen. Bei schönem Meerblick, mit leckerem Orotava-Weinen oder einigen Cerveza Reina, lasse ich hier gerne den Tag ausklingen.

Ribes de Freser

Von oberhalb des Kinos, auf der ersten Etage, hat man, wenn man einen der begehrten Balkon-Plätze ergattert hat, einen schöne Sicht über die Plaça, und kann bei einem Getränk und einem Snack gemütlich die Szenerie genießen. Leider nicht jeden Tag geöffnet.

Sidi Ifni

Das 1936 eröffnete Hotel war der Hippie-Treff der 60er und 70er Jahre und hat seinen Charme bis heute bewahrt. Im Restaurant werden auf Anfrage auch eigene Einkäufe zubereitet, selbst Kamelfüße oder Ziegenköpfe.

Sort

Wann immer ich in diesem Teil Kataloniens bin, ist für mich ein Besuch im El Coyote in Sort obligat. Eigentlich eine ganz normale Bar, verbindet mich mit dem El Coyote eine unauslöschliche Erinnerung an ein einzigartiges Erlebnis. Niemals zuvor in meinem Leben habe ich wie hier fast bis zur Ohnmacht lachen müssen. Eine unglaublich witzige Gaschichte, die ich immer wieder gerne zum Besten gebe. Eiskaltes Bier und leckere Raciones sind hier zuverlässig erhältlich,.

Steinhude

Vielleicht sind andere Läden in Steinhude ähnlich gut oder sogar besser, das weiß ich nicht. Für mich ist seit jeher Schweers Aalräucherei einfach die Traditionsadresse für alles um den Rauchfisch. Auf der Terrasse des Hofladens mit Blick auf’s Meer ein Aalbrötchen verdrücken… Romantik pur!

Tatranská Lomnica

Dieser Gastropub im historischen Bahnhofsensemble Tatranská Lomnicas ist für mich eine absolute Traditionsgaststätte. Kein Tatra-Aufenthalt an dem ich hier nicht meine heißgeliebten Haluschken verdrückt habe. In diesem urigen Reštaurácia wird auch das süffige Šariš ausgeschenkt.

Traubing

Unbeschreiblich! Hinfahren und Cordon Bleu essen!

Wien

Das Sittl ist in der Kategorie „Urig“ nicht zu übertreffen. Hingehen solange es noch existiert!
Dieses Restaurant entdeckte ich beim Vorbeifahren mit der Tram, und ich fühlte mich veranlaßt bei der nächsten Station auszusteigen und den Laden in Augenschein zu nehmen. Wie sich bei meinem ersten Besuch herausstellte, ist dieses Gasthaus absolut nach meinem Geschmack.
Das Hawelka ist ein abgerockter Laden, jedoch einfach legendär. Als Nachmittagsgast hatte ich über Jahre mit dem Kellner einen „Running Gag“: „Gibt’s Buchteln?“ – „Noch omohl, von 21:00 Uhr durchgehend bis Mitternocht“!

Am 7. April 2015 nachts habe ich nun erstmalig die Buchteln probiert, und ich muß bemerken: Der Gag ist jetzt zwar hin, aber die Buchteln werden ihrem Ruf mehr als gerecht.

Nach der Schließung des Smutny im August 2009, war Reinthaler’s Beisl lange Zeit meine erste Wahl für traditionelle böhmische- und Wiener Küche. Herzhafte Speisen in uriger Atmosphäre mit für den 1. Bezirk zivilen Beisl-Preisen.
Kehrt man hier ein erspart man sich eigentlich einen Theaterbesuch. Obwohl nicht besonders mondän im Stil der 50er-Jahre gehalten, taucht man hier, ob der Grandezza der Oberkellner, in die typisch erhaben distanzierte Atmosphäre Wiener Kaffehäuser ein. Allein schon wegen der Nähe zur S-Bahn Verbindung „Wien Mitte“ – Schwechat, ist das Prückel bei Ankunft und Abreise für mich eine liebgewonnene Anlaufstation.
Die Gefahr hier zu versacken ist extrem groß. Das Rabenbräu als süffig zu bezeichnen, wäre untertrieben… es ist ein Genuß. Das pittoreske Interieur wird nach jedem Glas gemütlicher und man merkt, daß der Rabe mit Leidenschaft betrieben wird.
Das Hansy am Praterstern ist eine zuverlässige Adresse für authentische Wiener Küche, insbesondere für Innereien. Das „Hansy-Bräu“ ist ebenfalls genießbar.
Wenn’s im „Blausteiner“ spät wird, geht es dann oft noch ins Bendl. Obwohl mir die Bierdeckelwerferei auf den Wecker geht, und auch die Jukebox-Musik „zum Scheißen“ ist, kann man hier, bei guter Platzwahl, irre Nächte verbringen. Das „Bück dich“ ist Wiener Kult.
Die 10er Marie ist wohl der älteste und bekannteste Heurige Wiens. Wann immer ich abends in Ottakring bin, kehre ich für einige Gläser und einige Schmankerl Deftiges ein.
In Wien ist diese legendäre Eisdiele mein Favorit. Eigentlich kann man nicht viel mehr richtig machen!
Bei Tichy am Reumannplatz in Favorten ist besonders die Spezialität der Eismarillenknödel sehr lecker.