Sauerkrautsuppe

Gegessen in der „Schwarzen Pumpe“, Choriner Str. 76, 10119 Berlin.

Als ich heute nach jahrelanger Abstinenz erwartungsvoll ins wiedereröffnete Lentz schusselte, mußte ich dort leider feststellen, daß die Küche erst irgendwann im September öffnet. Also zurück Richtung Pankow, um mich auf dem Weg dorthin in der „Schwarzen Pumpe“ vom Tagesgericht überraschen zulassen. Übrigens, das erste Mal, daß ich eine Sauerkrautsuppe aß. Das Gericht, simpel in der Zubereitung, war sehr lecker, leicht und sättigend zugleich. Die Schwarze Pumpe entwickelt sich für mich mehr und mehr zu einem Ort freudiger kulinarischer Überraschungen.

Zurück am alten Platz

Ob politische Ikonoklasten, die das Ding am liebsten zerschroten oder verbannen würden, kotzen müssen, oder ob Investoren, angesichts der Profitmöglichkeiten in einer so exponierten Lage, feuchte Träume bekommen, ist völlig egal. Es spielt auch nicht die geringste Rolle, wie man politisch zu Marx und Engels steht, und ob man das Marx-Engels-Forum deshalb als Denkmal oder Mahnmal begreift. Das Forum ist schlichtweg ein Symbol deutscher Geschichte, und mußte, genau deswegen, zurück an seinen alten Platz!

Auf ein Neues

Ich werde in den nächsten Tagen einmal vorbeischauen und austesten, ob das Chilli con Carne immer noch so schmackhaft ist wie früher, und natürlich auch, wie die Preise sich zur Neueröffnung entwickelt haben. Auf jeden Fall freue ich mich, daß meine traditionelle Anlaufstation am Stutti wieder lebt.

Tschüß „Uns Uwe“

Auf der heutigen im Hamburger Volksparkstadion ausgerichteten Trauerfeier für den am 21. Juli im Alter von 85 Jahren verstorbenen Uwe Seeler, verdrückten sehr viele, der ihm vermutlich zu Lebzeiten völlig unbekannten Trauergäste, eine Träne. Uwe Seeler war mehr als nur der Fußballstar oder der Kapitän und Ehrenspielführer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, er war einfach „Uns Uwe“, ein Idol und ein bescheidener und bodenständiger Mensch, den seine Mitmenschen ins Herz geschlossen hatten. Sein Ruhm als gefeierter Fußballer des HSV und der Nationalmannschaft, war in seiner aktiven Zeit, zumal in Deutschland, vielleicht nur vergleichbar mit dem Elvis Presleys, dem der Beatles oder Cassius Clays, änderte aber nichts an seiner nahbaren und freundlichen Art. Gerne erinnere ich mich an unsere Korrespondenz vor ungefähr 50 Jahren, die im übrigen privat bleibt. Er, der gefeierte Weltstar, antwortete mir, dem fußballverrückten Pubertierenden, persönlich auf einen Brief, uneingebildet und auf seine herzliche Art, und katapultierte sich damit als Mensch auch in mein Herz. Und so möchte ich mich nun heute, wie viele andere Menschen, auf diesem Wege vom unvergeßlichen Uwe Seeler verabschieden, mit einem einfachen „Tschüß Uns Uwe“

Von der Rappbodetalsperre nach Treseburg

Eine kurze Wanderung mit beindruckenden Bauwerken gleich zu Beginn. Parallel zur Staumauer der Rappbodetalsperre, mit einer Kronenhöhe von 106 m die höchste Deutschlands, verläuft mit der Titan RT, die weltlängste Seilhängebrücke in ihrer Art. Adrenalinjunkies haben auch die Möglichkeit mit einer 1 Km langen Seilrutsche das Tal zu überqueren, liebt man den Nervenkitzel und möchte dafür 39 € anlegen. Ich nahm allerdings den kostenlosen Weg über die Staumauer, mit einem tollen Blick auf die aufgestaute Rappbode. Auf der anderen Talseite angekommen, ging es nach kurzem Weg über die Staumauer Wendefurth, und danach durch schöne schattige Mischwälder zum Gasthaus Todtenrode, das zu einer Rast mit leckeren Speisen einlud. Mit eigenen Proviant ausgestattet, wanderte ich weiter zum nicht sehr weit entfernten Aussichtspunkt „Böser Kleef“, wo ich mich bei einem schönen Bodeblick kulinarisch gütlich tat. So gestärkt, macht ich mich auf zum Aussichtspunkt „Wilhelmsblick“, den man durch den bekannten, im Jahre 1861 angelegten Durchbruch erreicht. Nach kurzem Aufenthalt begann ich von dort den Abstieg nach Treseburg, dem Ziel dieser kurzen Wanderung. Eine Fortsetzung durch das wunderschöne Bodetal nach Thale bot sich zwar an, war aber an diesem Tag zeitlich nicht möglich.

La Lanterna, aufgehübscht!?

Das „La Lanterna“, seit der Neugestaltung und Umbenennung der Alten Celler Heerstraße auf der Lister Meile vor Ort, hat eine neue Fassade erhalten. Im Juni begann man sukzessive mit der neuen Außengestaltung. Der Grund dafür erschließt sich mir nicht, denn normalerweise verändert man einen Mythos nicht.Ansonsten ist anscheinend alles beim Alten geblieben, der herrliche Kaffee und die unschlagbar gute Pizza Margherita und, vielleicht am allerwichtigsten, der, seit der vormaligen Erweiterung, durch das Dach wachsende Straßenbaum. Zum Glück!